2012 Projekt Segeln

Zwischen Frühjahr und Sommer 2012 lernten wir mit allen interessierten Kindern und Jugendlichen der Langhalde das Segeln.
10 Nachmittage und zwei ganze Tage verbrachten wir auf dem Bodensee.


Wir haben uns gewissenhaft auf dieses Projekt vorbereitet.

Teilnehmen durften nur Kinder und Jugendliche, die sich bereit erklärten, sich für dieses Ziel einzusetzen und deren Erziehungsberechtigten ihre Einwilligung erteilten.
Alle Teilnehmenden haben das Ziel erfüllt und zum Abschluss ein Segeldiplom des Schulheims erhalten.

Sailability.ch
Wir arbeiteten eng mit dem Verein „Sailability" zusammen. Dieser Verein betreibt in Arbon ein aussergewöhnliches Segelsportprojekt: Durch Segeln soll das Leben von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Menschen mit Behinderung, von älteren Menschen und von finanziell und sozial Benachteiligten bereichert werden. Die Aktivitäten umfassen ein breites Spektrum: Vom Segeln für Anfänger bis hin zum Training für Regattasegler.

Als Segelboote waren für unser Projekt bis zu 13 kleine Jollen für maximal zwei Personen vom Typ Access Dinghy 303 im Einsatz.
Diese Jollen wurden von Chris Mitchell entworfen und werden in Australien gebaut. 

Augenfällig ist, dass die Segelnden in Fahrtrichtung in der Jolle sitzen und auch bei Kursänderungen keinen Positionswechsel im Boot machen müssen.
Der Baum ist so angeordnet, dass selbst beim Halsen die Segelnden ihre Sitzposition unverändert beibehalten können. 

Zweckmässig ist, dass Vor- und Hauptsegel ein Rollreff-System haben. Mit wenig Aufwand kann vom Cockpit aus über einen Seilzug die Segelfläche den Windverhältnissen und Fähigkeiten der Segelnden angepasst, d.h. bei Bedarf eingerollt werden.


Gesteuert wird das Segelboot mit einem Joystick. 

Die Jollen haben ein im Verhältnis grosses mit Blei gefülltes Schwert. Dadurch sind sie sehr stabil und sicher, ein Kentern ist praktisch nicht möglich. Die Auftriebskörper sind so angelegt, dass auch bei einem mit Wasser gefülltem Cockpit die Segeljolle nicht absinkt.

Auf 3 Motorbooten begleiteten uns 4 erfahrene Segelinstruktoren/innen. Wir danken Willi Lutz, Dominique Scheller, Christian Hiller und Pierino Caspani für den grossartigen Support. Wir sind rundum begeistert!

Segeltage April bis Juni

Unsere Mannschaft

erste Einweisung

Ich will das Segelprojekt weitermachen. Das Schmetterlingssegeln ist kul gewesen und die Regatta hat Spass gemacht. An den Montagnachmittagen hat es immer fast keinen Wind gehabt. Am Donnerstag und am Freitag hat es auch richtig grosse Wellen auf dem Bodensee gehabt und es ist läss gewesen mit Pierino, Dominique, Christian und Willi. Wir haben von euch segeln gelernt. Danke, dass ihr das Segelprojekt übernommen habt und dass ihr für uns Zeit gehabt habt.
Gruss von Livio

Theorie und Briefing

Boote bereitmachen

Das Segeln:
Ich fand es ein tolles Projekt, weil wir viele neue Sachen über das Segeln gelernt haben wie: verschiedene Kurse aufschreiben, wie man eine Segelregatta fährt, wie man ausweichen muss. Aber es kommt auch noch auf den Wind drauf an. Wir haben die Ausrüstung vom Sailability bekommen. Jetzt können wir auch selber mit einer Jolle segeln.
Sandro

Am Anfang war es ungewohnt und nass zugleich, aber je mehr man segelt und Theorie lernt, desto mehr macht es Spass! Es kommt aber auch sehr auf den Wind drauf an. Wenig Wind = weniger Tempo = weniger Spass. Mehr Wind = mehr Tempo = mehr Spass! Yeha! Am meisten Spass haben mir die Regattas gemacht. Am besten bei schönem Wetter. Am letzten Tag war es gemischt. Zwar hatten wir viel Wind aber sehr schlechtes Wetter. Mir hat das Segelprojekt sehr sehr sehr viel Spass gemacht!
Leon

Das Segelprojekt:
Als das Segelprojekt begonnen hat habe ich gedacht, dass ist doch unmöglich zu schaffen. Aber ich habe mich geirrt. Es war so cool und ich hatte sehr viel Spass gehabt.
Nicolai

Das Segeln ist cool.
Es hat angefangen in der Schule mit der Theorie. Wir sahen zwei Filme. Beim ersten Mal Regatta fahren wurden wir abgeschleppt. Wir hatten farbige Boote: rot, orange, gelb, giftgrün, blau und so weiter. Cedric und ich sind beinahe gekentert.
Aron

Ich fand es sehr lustig und es war cool. Wir haben in der Schule ganz viel gelernt. Auf dem Motorboot habe ich ganz kalt bekommen. Die Segeltheorie war spannend und lustig. Am Dienstagabend waren wir 3 Stunden auf dem See. Ich kann ganz alleine ein Segelboot steuern.
Tamara

Begleitboot 1

Begleitboot 2

Begleitboot 3

Ich habe es kul gefunden beim segeln. Es hat mir Spass gemacht als es anfing zu stürmen und das Wasser ins Boot gekommen ist. Ich habe viel gelernt. Ich habe mich gefreut, als ich und Barbara die Mondscheinregatta gewonnen haben. Wir haben ganz grosse Schiffe gesehen.
Sharon

Es war sehr lustig als wir am letzten Tag bei Sturmwind vor dem Hafen ganz schräg segelten und als der Autoschlüssel von Herr Luzi ins Wasser fiel. Dass Pierino, Dominique, Christian und Willi sich für uns Zeit genommen haben, war erstaunlich. Bis auf die Theorie war alles super.
River

Regatta üben:
Startboot

Regatta üben:
Start

Regatta üben:
Zieleinlauf

Ich fand, dass wir eine sehr gute Mannschaft waren. Nachdem wir 10 Nachmittage und 2 ganze Tage segelten, können wir jetzt ganz viele Manöver. Vielen Dank. Ich fand das Segeln sehr gut.
Lars

Abschluss des Projektes

Als Abschluss des Projektes durften unsere Kinder und Jugendlichen am Dienstagabend, 12.6.2012, mit 5 Booten an der Arboner Mondscheinreagatta teilnehmen.
Mit über 50 Segelschiffen segelten wir bei stürmischem Wetter um die Wette!

Unsere
5 Boote

 „Das Leben ist wie Segeln. Du kannst mit der richtigen Einstellung alles erreichen!“

Dienstagabend, Regenwetter, Sturm!

Mit unserem „Langhaldenbus“ fuhren wir um 16.30 nach Arbon zum Hafen. Das Wetter war so kalt, dass ich vier Kleiderschichten für einen optimalen Kälteschutz anzog. In Arbon wurden wir von den Kursleitern - unter Dach und Fach - für die Regatta vorbereitet. Dann teilten wir uns auf folgende Teams auf:

Grünes Boot: Josef und Pierre und Sandro
Blaues Boot: Leon und Alex
Oranges Boot: Barbara und Sharon
Hellblaues Boot: Lars und River und Herr Luzi
Rotes Boot: Aron und Cédric

Nach den Vorbereitungen hiess es in die Segelschiffe einsteigen, ziehen lassen und auf offener, stürmischer See die Segel rauslassen und im Warteraum rumfahren. Schon dort war für Pierre eines klar: Zu hohe Wellen + zu starker Wind = nichts für mich. Sandro sprang für den geschockten Pierre ein, und wir segelten dann langsam aber sicher zum Startraum. Dann gings los. Vom Startschiff aus ertönte ein Startschuss. Über 50 Segelschiffe starteten.
Der Regattakurs für unsere Bootsklasse war weniger lang als für die „grossen“ Segelschiffe. Bei diesem starken Wind ist es üblich, dass das Schiff ganz schräg steht, so erlangt man ein riesiges Tempo. Dafür wurden wir patschnass. Die grossen Schiffe zogen öfters an uns vorbei. Einmal hätte eines uns um Haaresbreite überfahren. Fast alle froren bei diesem Wind und Regen, doch mir war es kuschelig warm, abgesehen von den Fingern. Den Rundkurs mussten wir zweimal segeln und dann gings über die Ziellinie. Barbara und Sharon gewannen die Regatta in unserer Bootsklasse. Sandro und ich wurden zweite.
Als das Rennen zu Ende war, wurden wir vom Begleitboot zum Hafen zurück geschleppt. Das dauerte noch einmal fast eine Stunde. Wir stiegen schlotternd aber glücklich aus den Booten und zogen die Schwimmwesten und die Regenkleider aus. Zum Glück gab es im Bus eine Heizung.
Erst nach 10 Uhr kamen wir in die Langhalde zurück. Als Belohnung durften wir am nächsten Morgen ausschlafen und mussten erst eine Stunde später in die Schule.
Josef

Briefing

Unser Segelkurs


​Artikel "St.Galler Tagblatt"



Links auf Filme zum Theorieteil:

Lass uns Segeln 1

Lass uns Segeln 2