2014 Kamishibai Unterstufe

Kamishibai bedeutet Papierspieltheater. In Japan fuhren einst Händler mit dem Fahrrad übers Land und verkauften den Kindern Süssigkeiten. Hinten auf dem Fahrrad hatten sie einen Holzkoffer installiert, den sie aufklappen konnten. Sie zeigten auf grossen Papptafeln Bilder und erzählten dazu ihre Geschichten.
Heute steht bei einer Kamishibai-Vorstellung der Holzkoffer auf einem kleinen Tisch. Der Koffer hat drei aufklappbare Flügel und eine seitliche Öffnung, in die illustrierte Tafeln zu einer Geschichte eingeschoben werden. Während des Erzählens werden die Bildtafeln nach und nach herausgezogen, damit das nächste Bild sichtbar wird.

Unsere Kinder der Unterstufe haben eigene Geschichten erfunden und aufgeschrieben und dazu viele Bildtafeln gezeichnet.
Vor grossem Publikum wurden folgende Geschichten in der Schule aufgeführt:

Kamishibai von Jannik und Jimmy:
Die 2 Roboter

Jannik wohnt neben dem Wald. Jimmy wohnt neben dem Schrottplatz. Jannik telefoniert mit Jimmy. Er sagt zu Jimmy: „Machen wir morgen um 8:00 Uhr ab?“. Jimmy sagt zu Jannik: „Ja, treffen wir uns beim Schrottplatz?“. „Ja“, antwortet Jannik. Am nächsten Tag zum verabredeten Zeitpunkt treffen sie sich beim Schrottplatz.

Jannik und Jimmy haben eine Idee. „Basteln wir einen Roboter?“, fragt Jannik. Da sagt Jimmy begeistert: “Ja!“. „Alles klar, dann nichts wie los“, sagte Jannik voller Vorfreude und Tatendrang. „Aber wie sollen wir den Roboter bauen?“, fragte Jimmy ein wenig besorgt und ratlos. Jannik entgegnete ihm: „Ganz ruhig, ich habe das schon ein paar Mal gemacht und ich weiss, wie man vorgehen muss. Zuerst müssen wir einen groben Bauplan erstellen und danach müssen wir die entsprechenden Teile auf dem Schrottplatz sammeln.“ Dann gingen Jannik und Jimmy mit einem Anhänger zum Schrottplatz. Da sah Jimmy einen alten Fernseher. Erfreut schreit er zu Jannik hinüber: „Den können wir als Kopf sehr gut gebrauchen!“. Nachdem die beiden den ganzen Nachmittag fleissig Teile für den Roboter gesammelt haben und der ganze Anhänger gefüllt war, machten sie sich auf den Weg zur Werkstatt von Janniks Vater, um mit dem Zusammensetzen zu beginnen. Plötzlich meinte Jimmy: „Es ist ja schon ganz schön spät, ich denke wir sollte Feierabend machen für heute denn ich bin sehr müde und habe Hunger. Morgen um 7 Uhr können wir weitermachen, was hältst du von meiner Idee?“. Jannik überlegte einen Moment und erwiderte dann: „ Na gut, geh du nach Hause. Ich arbeite noch ein bisschen weiter und räume die Werkstatt auf, damit wir mit dem Zusammenbauen beginnen können. Morgen komme ich allerdings erst etwas später, ich möchte ausschlafen!“. Am nächsten Morgen um 7 Uhr ist Jimmy in der Werkstatt und macht sich daran den Plan anzupassen und zu verfeinern. Bald kommt auch Jannik und erkundigte sich bei Jimmy: „Mit was sollen wir beginnen?“. Wie du siehst zeichne ich gerade den endgültigen Plan, ich wäre froh wenn du das Werkzeug sowie die Schweissanlage bereitstellen könntest.“ „Bist du bald fertig mit dem Plan?“, fragt Jannik ungeduldig. Er kann es kaum erwarten, mit dem Bau zu beginnen. Da antwortete Jimmy gelassen: „ Ja bin gleich soweit, aber bitte nicht ungeduldig werden, dann passieren nämlich Fehler!“. Es geht los, der Roboter wird gebaut. Jimmy ist dran, den Kopf fertig zu machen. Jannik unterstützt ihn. Nach zweitägiger Arbeit nimmt der Roboter langsam Form an und die beiden verfeinern die letzten Details.

Am Abend des dritten Tages ist der Roboter dann fertig und hat auch bereits einen Namen: 909090P. „Lass uns in den Wald gehen!“, meint Jannik aufgeregt. Dann können wir sehen, was der Roboter alles kann. „Alles klar, gute Idee“, fügte Jimmy hinzu und sie machten sich auf den Weg.

Schon bald finden die beiden eine Kiste im Wald. Neugierig wie sie sind, nehmen sie die Kiste mit und öffnen die Kiste erst zuhause. Die beiden trauen ihren Augen kaum als sie sahen, was sich in der Kiste befand. 

„Ich glaub es ja gar nicht, in der Kiste befindet sich ein weiterer Roboter!“, sagte Jimmy erfreut und zugleich etwas geschockt.

Plötzlich beginnt sich der Roboter aus der Kiste auf unseren zu stürzen. Er scheint wütend zu sein und es beginnt ein fürchterlicher Kampf um Leben und Tod. Jimmy und Jannik schauen erschrocken zu, wissen nicht wie zu reagieren.

Zum Schluss liegen beide Roboter zerstört am Boden.


Kamishibai von Livio:
Abenteuerliche Sommerferien mit Freunden

Ich erzähle euch nun die Geschichte von den fünf Freunden Mario, Manfred, Frank, Dani und Hans. Es ist Sommerferienzeit und die fünf überlegen sich, wie wo sie am besten ihre Sommerferien geniessen können. Nach vielen Vorschlägen und langen Diskussionen einigten sie sich auf Campingferien am nahegelegenen See. Nachdem alle fünf die Erlaubnis der Eltern erhalten haben, packen sie Zelt, Schlafsack, Taschenlampe, eine Kochausrüstung und noch vieles mehr in ihre Rucksäcke, schwingen sich auf den Sattel und radeln los. Nach 40-minütiger Velofahrt kommen die 5 Freunde am Ziel an. Es ist schon spät, Manfred hatte nämlich auf dem Weg eine Panne mit dem Fahrrad. Nun müssen sie sich beeilen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit ihren Platz fertig einzurichten.

Als sie es dann endlich geschafft haben, zündeten sie ihre Fackeln an, machten ein grosses Lagerfeuer und grillierten darauf die mitgebrachten Würste. Alle sind froh, für ein paar Tage machen zu dürfen was sie wollen. Um am nächsten Tag fit zu sein gehen die fünf Jungs früh zu Bett. Man kann ja nie wissen, was einen am nächsten Tag erwartet. So gehen ein erlebnisreicher und witziger erster Campingtag zu Ende.

Am nächsten Morgen sind die Jungs früh wach. „Was für ein sonniger Tag!“, freut sich Frank. Er und Dani nehmen ihre Fischerruten und machen sich auf zum See. Manfred begibt sich zusammen mit Hans auf die Suche nach Holz für das Lagerfeuer. Mario macht unterdessen eine Entdeckungstour im Wald und den nahegelegenen Weiden und Feldern. Auf einmal entdeckt er fünf Pferde. Er geht hin und bemerkt als Pferdekenner schnell, dass die Pferde sehr zahm sind und sich über seinen Besuch freuen. Er merkt sich den Platz, an dem er auf die Pferde traf,  und geht weiter. Auf einmal merkt er, dass er sich verlaufen hat und nicht mehr weiss, wo er ist. Er irrt umher und bekam bald einmal Angst. Umso erleichterter ist er, als er den Rauch des Lagerfeuers am Horizont erblickt. Im Lager angekommen ist das Nachtessen welches aus Fisch und Kartoffeln bestand bereits gekocht. Die fünf Freunde erzählen sich das Erlebte bis spät in die Nacht hinein und haben jede Menge Spass. Tag zwei ist vorbei.

Am nächsten Tag nimmt Mario seine Freunde mit um Ihnen die vielen schönen Orte zu zeigen, welche er am Vortag entdeckt hat. Die andern vier sind begeistert von den Pferden. Sie verbringen den ganzen Tag mit den Pferden und langsam bauen Sie gegenseitiges Vertauen auf. Auf einmal kommt Manfred mit der Idee, man könnte ja versuchen, mit ihnen zu reiten. Da neben Manfred auch Mario und Hans begeisterte Reiter sind, versuchten sie es dann tatsächlich. Siehe da – es gelingt. Auch Frank und Dani lernen das Reiten schnell. Sie basteln sich einen Strick für die Pferde und nahmen sie dann mit in ihr Lager, versorgten sie dort mit Wasser und Futter. Es dunkelte langsam ein und als die Freunde gegessen haben beschlossen sie eine nächtliche Erkundungstour zu Pferd zu machen. Ausgerüstet mit Taschenlampen machen sie sich auf den Weg. Ziel war eine kleine Stadt auf der anderen Seite des Sees.

Nach 2 Stunden reiten, ein paar unheimlichen aber auch vielen witzigen Momenten kommen sie zu einer kleinen Siedlung. „Hört ihr diese merkwürdigen Geräusche?“, fragt Mario auf einmal. Sie lauschen aufmerksam – und tatsächlich, da kamen Geräusche aus dem Lagerraum der örtlichen Post. Nach kurzer Beratung beschlossen sie sich, nachschauen zu gehen was los war. Sie pirschten sich fast geräuschlos an den Lagerraum heran und sahen da Unglaubliches! 2 fremde Männer, welche verschiedenen Päckchen und Briefe in einen grossen Sack packten. „He was macht ihr hier?“, ruft Dani mutig. Die zwei fremden Männer drehen sich um, nehmen den Sack mit den gestohlenen Päckchen und machen sich aus dem Staub. „Nichts wie hinterher!“, ruft Frank und zack bumm sitzen alle auf ihren Pferden, um die Räuber zu verfolgen. Natürlich sind sie zu Pferd viel schneller als die Räuber zu Fuss und darum geht es nicht lange, bis sie die Räuber eingeholt haben und sie vom Pferd aus zu Boden schubsen. Mit den Stricken für die Pferde fesseln sie die zwei Räuber und rufen die Polizei, welche die Diebe verhaften und den Jungs unheimlich dankbar sind. Ohne den mutigen Einsatz der fünf Freunde hätten die Räuber ja ungehindert flüchten können.

Die fünf Jungs kehren in den frühen Morgenstunden zur Weide zurück und beschliessen ohne die Pferde zu ihrem Lager zurückzukehren. Schliesslich gehören die Pferde ja nicht ihnen. Sie wären also nicht besser als die Räuber die Postpäckchen gestohlen haben, wenn sie die Pferde nicht auf der Weide zurücklassen würden. Noch kurz ein paar Fotos zusammen mit den Pferden und die fünf Hobby-Ermittler kehren total müde aber zufrieden in ihr Lager zurück. Sie können es kaum erwarten, ihr Erlebtes den Freunden und Familien zuhause zu erzählen und schlafen friedlich ein. 

Kamishibai von Janina und Dominic:
Der coole Hund 


Es war einmal ein Hund. Der war einsam auf der Autobahn. Er war ganz verlassen, er war aber nicht am Rand sondern auf einer Raststätte. Dann kam eine Familie. Sie hatten 2 Kinder, der eine hiess Bart und die andere hiess Lisa. Dann sieht Lisa den Hund. Lisa ruft: „Mami, ein Hund!“. Die Mutter fährt auf die Raststätte. „Der Hund sieht herzig aus“, meint Lisa. Der Hund hat ein dunkelbraunes Fell und hellblaue Augen. Lisa fragt: „Können wir ihn behalten?“. Der Vater sagt:„Nein, nein, nein, auf gar keinen Fall.“ Die Mutter sagt:„Sicher nehmen wir den süssen Kläffer mit.“ Noch bevor sich die Mutter nach dem Hund umsieht, ist er plötzlich verschwunden. Lisa fängt an zu weinen, doch dann kommt der Hund auf einmal zurück und schmust mit ihr. Lisa beginnt zu lachen, denn der Hund beginnt zu tanzen. Mittlerweile wurde auch der Vater überredet, den Hund mitzunehmen. Beim Nachhauseweg schaut er aus dem Fenster und streckt die Zunge raus.

Zuhause angekommen, zeigen Bart und Lisa ihrem neuen Freund erst einmal ihr Haus und zeigen dem Hund, wo sein zukünftiger Schlafplatz sein wird. Dann essen sie Pizza mit dem Hund. Der Hund frisst aber lieber Dönerbox mit Cola. „Schon ein etwas merkwürdiger Hund“, fügt der Vater etwas verwirrt an. Der Hund kann sitzen, bellen, schwimmen und alles fressen. Bart sagt nach dem Essen: „Der Hund hat doch noch gar keinen Namen.“ Lisa sagt:„Nennen wir ihn Schnüffel!“ Alle sind damit einverstanden.

Nachher gehen sie mit Schnüffel in den Park. Der Hund trifft  eine Hündin. Sie hat auch keinen Besitzer. Bart sagt: „Nehmen wir den Hund mit!“ Die beiden Kinder picknicken mit den Hunden.

2 Monate später wird die Hündin immer dicker und dicker.

Eines Tages schreit Bart: „Da sind Welpen!!“ Vater, Mutter und Lisa kommen angerannt und die Mutter sagt glücklich: „Wie toll dass wir nun solch süsse Hundebabys haben.“

Sie sind glücklich und spielen mit den Hunden Fussball. Die Mädchenmannschaft hat 11 zu 2 gewonnen. Die Mutter jubelt:“Wir haben gewonnen!“ Wenn sie nicht gestorben sind leben sie noch heute.

Kamishibai von Kayden und Tamara:
Die Prinzessin in Gefahr


Es war einmal ein heller, wunderschön grüner Wald. Doch die Schönheit des Waldes täuschte. In Wirklichkeit war der Wald von bösen Trollen bewohnt. Darum getrauten sich normale Menschen nur selten in den Wald, denn man hörte immer wieder davon, dass Leute im Wald spurlos verschwunden und nie mehr zurückgekehrt sind.

Die Trolle waren sehr reich, böse, hinterhältig und gierig. Schon seit geraumer Zeit haben sie nur noch ein Ziel. Das bezaubernde Schloss von Prinzessin Beatrice und die ungemein schön funkelnden, wertvollen Schätze, welche sich gut behütet im Innern des Schlosses befanden. Die gierigen Trolle konnten gar nicht anders, als Tag und Nacht daran zu denken wie es wäre, wenn das Schloss mit allem drum und dran ihnen gehören würde. Alleine die Fassade aus Diamanten hat die Gier der Trolle geweckt.

Nun mussten die Trolle also einen Plan schmieden, wie sie die Wächter und deren Drachen überlisten konnten, um zum Schloss zu gelangen. Also beschloss der Anführer, Trollkönig Fargin, seine ganze Gemeinschaft zusammenzutrommeln um gemeinsam den besten Plan auszuhecken. In dieser einen Vollmondnacht fand dann dieses Treffen statt, tief im Wald versammelte sich die ganze Bande um zu beraten. Drei Tage und drei Nächte vergingen, bis man einen Plan zum erfolgreichen Angriff geschmiedet hatte.  

Die Trolle machten die Rechnung jedoch ohne die unbesiegbaren Drachen, welche die Prinzessin und das Schloss beschützten. Die Trolle kamen auf die Idee, Soldaten zu klonen um dann immerhin eine Chance gegen die Drachen zu haben.

Die Trolle stürmten mit den vielen geklonten Soldaten zum Schloss. Die Prinzessin wusste jedoch davon und machte sich für die Verteidigung des Schlosses bereit. Es wurde ein langer, harter Kampf, bis die Prinzessin ein Zeichen machte und ihre Soldaten aufhörten zu kämpfen. Sie ging zu Trollkönig Fargin hin, sprach mit ihm und sie schlossen Frieden. Jeder Troll hat einen Diamanten geschenkt bekommen. So einigte man sich und die Trolle gingen glücklich und mit Diamanten bestückt zurück in ihren Wald und versprachen der Prinzessin, sie und ihr Schloss nicht mehr anzugreifen.

Nur einer der Trolle blieb auf dem Schloss. Der Trollkönig Fargin selbst. Ihn hatte die Prinzessin nämlich verzaubert! In einen Prinzen, genauer gesagt in ihren Prinzen. Und wenn sie nicht gestorben sind dann lieben und leben sie noch heute.


Kamishibai von Gustavo:
Star Wars – der Todesstern


In einer weit entfernten Galaxie, gibt es einen Imperator, welcher das Universum beherrschen wollte. Aber die Republik hinderte ihn daran. Darth Sidies hat das Imperium auf seiner Seite. Darth-rium ist ein Sithlord mit einem roten Lichtschwert und einer unglaublichen Stärke und Macht. Darth Sidies hat vor, einen Todesstern zu bauen. Darth-rium denkt, dass der Jedi-Rat nichts davon weiss. Aber da hat er sich gewaltig geirrt. Yoda ist ein grüner, kleiner Zwerg mit drei Fingern. Er ist auch der stärkste Jedi aller Zeiten.

Im Jedi Rat besprechen sie gerade, wie sie den Todesstern angreifen sollen. Da sagt Luke: „Zuerst mit einer Flotte Sternenzerstörer und dann machen wir eine Blockade. Dann haben sie keine Chance, auch wenn sie Verstärkung holen!“ Der Jedirat stimmt der Idee zu. Darth-rium greift inzwischen Tetuin an und die Jedis wissen nichts davon. Nach ein paar Tagen greifen die Jedis den Todestern an und genau dann sehen sie, dass Tetuin angegriffen wird. Sie schicken Soldaten auf den Planeten und greifen an.

Inzwischen greifen die Jedis auch den Todesstern an. Sie haben die Blockade gemacht. Da kommt gerade die Verstärkung vom Darth-rium. Die Jedis haben so gut wie verloren. Auf Tetuin läuft es aber nicht besser.

Bis die Wukis kommen. Die Wukis sind menschenähnlich, bis auf das, dass sie braunes Fell haben und nicht richtig sprechen können. Sie verständigen sich mit den Worten: “Kaaa Kuuuu Kaaaa“. Die Soldaten und die Wukis gewinnen die Schlacht. Die Soldaten und die Wukis gehen zu den Raumschiffen.

 Mit den Raumschiffen fliegen sie zum Todesstern, um ihn von innen anzugreifen. Sie gelangen in den Todesstern. Sie zerstörten jeden Druiden und jedes Lebewesen ausser Darth Sidies und Darth-rium. Sie konnten flüchten.

Das war die Geschichte.