Leitbild, Leitsätze

1. Begriffserklärung

Das Leitbild beschreibt unsere Institution und unsere Grundprinzipien.

Die Leitsätze beschreiben unsere grundlegende Werterhaltung und unser Menschenbild.

2. Leitbild Langhalde

Die In­sti­tu­tion
Das „Evan­ge­li­sche Schul­heim Lang­hal­de" liegt in der Vor­orts­ge­mein­de Gai­ser­wald,  im Dorf Abt­wil bei St. Gal­len. Es be­sitzt die An­er­ken­nung des Staa­tes und des Bun­des als Son­der­schul­heim. Der Bil­dungs- und Er­zie­hungs­auf­trag wird aus dem ge­setz­lich ver­an­ker­ten Auf­ga­ben­be­reich ab­ge­lei­tet. Trä­ger­schaft ist der Ver­ein "Evan­ge­li­sches Schul­heim Lang­hal­de", be­ste­hend aus Ein­zel­per­so­nen und Kol­lek­tiv­mit­glie­dern. Aus dem Ver­ein bil­det sich die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on. Das Schul­heim stellt die ge­eigne­ten In­fra­struk­tu­ren mit In­ter­nat und Son­der­schu­le für die ge­sam­te obli­ga­to­ri­sche Schul­zeit be­reit.  

Un­se­re Grund­hal­tung
Un­se­re Ar­beit ist durch das christ­li­che Welt- und Men­schen­bild ge­prägt. Wir stel­len Kin­dern und Ju­gend­li­chen - un­ab­hän­gig von Ge­schlecht, Re­li­gion und Na­tio­na­li­tät - un­ser An­ge­bot zur Ver­fü­gung. Wir fördern die uns an­ver­trau­ten Kin­der und Ju­gend­li­chen in der Ent­fal­tung ih­rer Per­sön­lich­keit ganz­heit­lich und begleiten sie in der Fin­dung ih­res Le­bens­in­hal­tes. Wir sind über­zeugt von der wich­ti­gen Be­deu­tung un­se­res Wir­kens als Vor­bild. Wir an­er­ken­nen das Recht je­des Men­schen auf kör­per­li­che und see­li­sche Un­ver­sehrt­heit.  

Un­ser An­ge­bot
Wir über­neh­men Ver­ant­wor­tung für ei­ne um­fas­sen­de Ent­wick­lung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen im­ Schul­al­ter mit leichten bis schwerwiegenden Lern- und/oder Verhaltensschwierigkeiten. Wir bie­ten Bil­dung und Er­zie­hung im­ Wochen- oder Zwei­wo­chen­in­ter­nat so­wie - in­ be­grenz­tem Um­fang - be­treu­te Schul­fe­rien­wo­chen an.  

Un­se­re Mit­ar­bei­tenden
Zur Er­fül­lung un­se­res Auf­tra­ges ste­hen qualifizierte Mit­ar­bei­tende zur Ver­fü­gung. Wir be­su­chen Fort- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te, be­tei­li­gen uns an der In­sti­tu­tions­ent­wick­lung und set­zen uns für ein gu­tes Ar­beits­kli­ma und ei­ne po­si­ti­ve At­mo­sphä­re in­ der In­sti­tu­tion ein. Wir ver­fol­gen die ge­setz­ten Zie­le mit Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Lei­stungs­be­reit­schaft und re­flek­tie­ren laufend un­se­re Ar­beit.  

Un­ser Qua­li­täts­ver­spre­chen
Un­se­re Lei­stun­gen die­nen der Zu­frie­den­stel­lung un­se­rer Kun­den und sol­len vor­ge­ge­be­nen Qua­li­täts­an­sprü­chen ge­nü­gen. Da­zu be­nut­zen wir ein von uns er­ar­bei­te­tes, lau­fend über­prüf­tes und ak­tu­a­li­sier­tes Qua­li­täts­ma­na­ge­ment mit ex­ter­nen Au­dits.

Blick vom Dach der Langhalde


3. Leitsätze Langhalde

Das christ­li­che Welt- und Men­schen­bild le­ben
Un­ser christ­li­ches Welt- und Men­schen­bild geht da­von aus, dass je­der Mensch ein­ma­lig und gleich­wer­tig ist. Das We­sen christ­li­chen Glau­bens ist der Beitrag zu einer mensch­li­che­ren Welt.
Mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen setzen wir Lebensinhalte in den Alltag um. Es geht um den Erwerb der Fähigkeit, den Zusammenhang von Ursache und Wirkung im ei­ge­nen Le­ben und im Zu­sam­men­le­ben zu erkennen, sowie das ei­ge­ne Le­ben und das der Ge­mein­schaft die­sen Er­kennt­nis­sen ent­spre­chend zu gestalten. Wir ge­hen da­von aus, dass von den Er­zie­hungs­be­rech­tig­ten das Ein­ver­ständ­nis und von den Kin­dern und Ju­gend­li­chen die Be­reit­schaft da ist, sich in un­se­ren von christ­li­chen Tra­di­tio­nen ge­präg­ten All­tag ein­zu­fü­gen. Un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen neh­men wir Kin­der und Ju­gend­li­che an­de­rer Kul­tu­ren, Na­tio­na­li­tä­ten und Re­li­gio­nen auf.  

Die Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit för­dern
Per­sön­lich­keit ma­ni­fe­stiert sich durch die Vielfalt kogni­ti­ver, phy­si­scher und seelischer Merk­ma­le. Die­se be­stim­men das per­sön­lich­keits­spe­zi­fi­sche Er­le­ben und Ver­hal­ten.
Wir för­dern die Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung der Kin­der und Ju­gend­li­chen. Dies ge­schieht in der in­di­vi­duel­len Aus­ein­an­der­set­zung mit sich und der Um­welt im Rah­men unserer Bil­dungs- und Er­zie­hungs­zie­le. Wir arbeiten ressourcenorientiert und be­zie­hen das so­zi­a­le Um­feld im Sin­ne des sy­ste­mischen An­sat­zes mit ein.  

Den Le­bens­in­halt fin­den
Zen­tra­les Anliegen un­se­res Bil­dungs- und Er­zie­hungs­auf­tra­ges ist es, gemeinsam Grund­la­gen zu ent­wickeln, da­mit der jun­ge Mensch ei­nen sei­nen An­la­gen und Fä­hig­kei­ten ent­spre­chen­den Le­bens­in­halt finden kann.
Wir set­zen uns zum Ziel, im jun­gen Men­schen den Wunsch zu ei­nem er­füll­ten Le­ben zu wecken. Wir lei­sten Un­ter­stüt­zung, da­mit das Span­nungs­feld aus Wün­schen und Ziel­set­zun­gen in einem re­a­li­sti­schen Le­bens­kon­zept mün­det.  

So­zi­a­le Ver­ant­wor­tung über­neh­men
In un­se­rer Ge­sell­schaft er­hält der Aspekt der so­zi­a­len Ver­ant­wor­tung für al­le ei­ne gros­se Be­deu­tung.
Wir wol­len den jun­gen Men­schen für sei­ne so­zi­a­le Ver­ant­wor­tung sen­si­bi­li­sie­ren, in­dem wir sel­ber so­zi­a­le Ver­ant­wor­tung vorleben. Dies ge­schieht durch das Zu­sam­men­le­ben im schu­li­schen und aus­ser­schu­li­schen Be­reich. Der zeit­lich be­grenz­te Aufenthalt in der Langhalde bie­tet den Kin­dern und Ju­gend­li­chen die Chan­ce, di­stan­ziert von fest­ge­fah­re­nen emo­tio­na­len und so­zi­a­len Ge­ge­ben­hei­ten, neue Er­fah­run­gen zu le­ben und Per­spek­ti­ven und Fähigkeiten für den weiteren Lebensweg zu ent­wickeln.  

Vor­bild sein
Mit der Über­nah­me der Vor­bild­funk­tion ge­ben wir dem jun­gen Men­schen die Mög­lich­keit zur Orien­tie­rung.
Wir sind uns der gros­sen Be­deu­tung un­se­rer vor­bild­haf­ten Per­sön­lich­keit als Mit­ar­bei­te­nde in ei­ner wer­to­rien­tier­ten Bil­dungs- und Er­zie­hungs­ar­beit be­wusst.  

Kör­per­li­che und see­li­sche Integrität
Auf kör­per­liche und see­li­sche Integrität legen wir höchsten Wert.
Un­se­re Be­zie­hun­gen zu­ein­an­der be­ru­hen auf ge­gen­sei­ti­ger Ach­tung vor der Wür­de des Men­schen. Unser Schulheim schützt die ihm anvertrauten Kinder und Jugendlichen und die Mitarbeitenden vor Grenzverletzungen der Integrität.